Ob Bodenerosion, Hitzestress oder Trockenheit – die Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen durch den Klimawandel. Gleichzeitig gibt es bereits zahlreiche Ansätze, um Betriebe an die veränderten Bedingungen anzupassen – von Humusaufbau über Agroforst bis hin zu wassersparenden Anbaumethoden.
Wie diese Maßnahmen in der Praxis funktionieren, erlebten Vertreter:innen der KLAR!-Regionen Waldviertel Nord und Waldviertler Kernland bei einer Exkursion zur Grand Farm in Absdorf. Im Rahmen des Interreg-Projekts DeKLARed ADAPTRegions führte Gastgeber Alfred Grand durch den Forschungs- und Demonstrationsbetrieb und zeigte innovative Lösungen für eine klimafitte Landwirtschaft.
Ein Schwerpunkt lag auf der Marktgärtnerei, in der auf schmalen Beeten ganzjährig über 150 Gemüsekulturen ohne Pestizide angebaut werden. Rund 150 Haushalte werden mit Biokisten versorgt, zusätzlich gibt es einen Marktstand in Wien. Aktuell wird unter anderem der Einsatz von Luzerne als Mulch getestet, um den Bewässerungsbedarf zu reduzieren.
Ebenso beeindruckend war der Agroforstbereich, der gemeinsam mit der Arche Noah und der NÖ Agrarbezirksbehörde angelegt wurde. Hecken schützen die Felder vor Winderosion, verbessern das Mikroklima, schaffen Lebensräume für Nützlinge und liefern gleichzeitig Obst. Erfahrungen zeigen, dass sie Erträge steigern und die Widerstandsfähigkeit der Flächen erhöhen können.
Im Mittelpunkt aller Maßnahmen steht jedoch ein gesunder Boden. Regenwurmkompostierung, der gezielte Aufbau eines aktiven Bodenlebens sowie Versuche zur Saatgutimpfung mit nützlichen Mikroorganismen zeigen, wie Bodenfruchtbarkeit und -widerstandsfähigkeit nachhaltig verbessert werden kann.
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