Erfolgreiche Klimakommunikation erfordert kontextsensible, zielgruppengerechte Ansätze – eine universelle Strategie gibt es nicht. Gegennarrative spiegeln oft Unsicherheiten oder fehlende Einbindung wider und bieten Ansatzpunkte für konstruktiven Dialog, der Vertrauen schafft und Handlungsspielräume aufzeigt.
Zentral sind Zuhören, Wertschätzung und Beziehungspflege sowie aktivierende statt belehrende Gesprächsformen: alltagsnahe Fragen, Humor, Anerkennung bestehender Rollen und verständliche Sprache erhöhen Nähe und Zugänglichkeit. Unterschiedliche Sichtweisen dürfen bestehen bleiben, solange ein respektvoller Austausch möglich ist.
Glaubwürdige Vermittler:innen, insbesondere lokal verankerte Gruppen wie Feuerwehr, Jugend- oder Sportvereine, können abstrakte Klimaziele mit konkreten Lebenswelten verbinden und die Themen anschlussfähiger machen.
Trotz spürbarer Klimawandelfolgen stoßen Klimaschutzmaßnahmen in Österreich oft auf Widerstände. Ein Team der Universität Graz entwickelte daher gemeinsam mit dem Klimabündnis Steiermark Strategien für den konstruktiven Umgang mit Gegennarrativen, um die Akzeptanz lokaler Klimaschutzmaßnahmen zu stärken.
Beginn des Projekts wurden Interviews mit KEM- und KLAR-Manager:innen sowie ein Stakeholder-Workshop durchgeführt, um zentrale Herausforderungen der kommunalen Klimakommunikation zu identifizieren. Zentrale Themen waren Veränderungsresistenz, die hohe Komplexität und geringe Greifbarkeit von Klimathemen, Falschinformationen sowie die niedrige Priorität von Klimaschutz angesichts multipler Krisen.
Zur Untersuchung zentraler Gegennarrative und der Wirkung unterschiedlicher Framing-Strategien wurden fünf Fokusgruppen mit lokal verankerten Zielgruppen durchgeführt – darunter Mitglieder einer Feuerwehr, eines Sportvereins, einer Jugendorganisation, einer Senior:innengruppe sowie eines regio-nalen Service-Clubs.
Häufige Gegennarrative betrafen Zweifel an der Umsetzbarkeit von Klimaschutzmaßnahmen, die Verlagerung von Verantwortung, befürchtete soziale und wirtschaftliche Nachteile sowie als unfair empfundene Beteiligungsprozesse.
Die Akzeptanz von Klimabotschaften hing stark vom Framing ab: Werte wie Sicherheit, Regionalität und Generationenverantwortung erwiesen sich als wirksamer als abstrakte oder moralisierende Argumente. Zudem zeigten sich deutliche gruppenspezifische Unterschiede in der Ansprache.
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