EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE 2026 in Salzburg

Das war die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE 2026 in Salzburg

Pendler:innen-Frühstücke, Radservicetage, Fahrradbörsen und barrierefreie Mobilität

42 Gemeinden sowie 19 Bildungseinrichtungen, 7 Organisationen und 4 Regionen haben dieses Jahr in Salzburg an der Europäischen Mobilitätswoche teilgenommen.

Von 16.-22. September fanden unter dem Motto #MeterMachen und dem Jahresthema „Mobilität für alle Generationen“ verschiedenste Aktionen und Veranstaltungen statt, die nachhaltige Mobilitätsformen und -möglichkeiten vor den Vorhang holten und ein starkes Zeichen für barrierefreie und leistbare Mobilität setzten. Wir zeigen euch im Rückblick einige der bunten Veranstaltungen. Edgar war wieder dabei und neugierig auf die vielen Möglichkeiten, sich in Salzburg umweltfreundlich fortzubewegen.

Pendler:innen-Frühstücke

Eine Belohnung für all jene, die in der Früh umweltfreundlich unterwegs sind, gab es zum Beispiel in Saalfelden und Wals-Siezenheim in Form eines Frühstückssackerls.

Fahrrad-Check

In Großgmain, Saalfelden und der Stadt Salzburg wurden an den Radservicetagen die Drahtesel kostenlos wieder flott gemacht.

Fahrradbörse

Bei der Fahrradbörse in Saalfelden fanden viele Drahtesel neue Besitzerinnen und Besitzer. Das ist nicht nur ein großer Erfolg in Sachen nachhaltige Mobilität, sondern brachte auch einen erfreulichen Spendenerlös: 585 Euro konnten an den Lions Club Saalfelden für wohltätige Zwecke übergeben werden.

„Alles rollt!“ Schwerpunkt Barrierefreiheit in der Stadt Salzburg

Das Team Vielfalt der Stadt Salzburg setzte bei der Mobilitätswoche 2026 den Schwerpunkt auf das Thema Barrierefreiheit. Unter dem Motto „Alles rollt!“ wurde in der Stadt Salzburg eine Veranstaltungsreihe für Menschen mit und ohne Behinderung angeboten.

Die Stadt Salzburg setzt aber langfristige Maßnahmen für barrierefreie Mobilität. Erst im Juni wurde im Mirabellgarten eine neue Verbindungsrampe zwischen dem Orangeriegarten und dem Mirabellgarten fertiggestellt.

Stadträtin Anna Schiester und Bürgermeister Bernhard Auinger beim Mobilitätstag 2026

Mobilitätstag der Stadt Salzburg Neue Ideen für Salzburgs Mobilität diskutiert

Am Donnerstag, 17. September, stand im WIFI Salzburg einen Tag lang die Mobilität der Zukunft im Mittelpunkt.

Am Vormittag beschäftigten sich mehr als 100 Schülerinnen und Schüler bei einer Jugendkonferenz im Rahmen des Forschungsprojekts i-MOBYL mit ihren individuellen Wegen durch die Stadt und ihren Vorstellungen, Vorschlägen und Wünschen für eine jugendgerechte Mobilität. Am Nachmittag folgte der Mobilitätstag mit rund 100 Besucherinnen und Besuchern.

Ein zentrales Thema war dabei der Mobilitätsplan 2040. Wie und wohin soll sich der Verkehr in der Stadt Salzburg bis zum Jahr 2040 entwickeln? An verschiedenen Stationen im WIFI konnten sich Interessierte informieren, Fragen stellen und mit Expertinnen und Experten ins Gespräch kommen.

Kinder und Jugendliche begeistern für die Mobilität der Zukunft

und setzen auf Sicherheit und Rücksicht im Straßenverkehr

Blühende Straßen

In zahlreichen Orten durften die Jüngsten wieder Straßen, Schulwege und Parkflächen zum Blühen bringen – so zum Beispiel in Bad Hofgastein, Ebenau, Eugendorf, St. Johann oder Anthering, wo die Kinder Blumen auf die Straße vor der Volksschule malten, um auf den Schulweg aufmerksam zu machen.

Apfel oder Zitrone mit der Polizei

Durch die Aktion „Apfel oder Zitrone“ machten die Kinder Autofahrer:innen in Nußdorf auf die Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h vor der Schule aufmerksam. Gemeinsam mit dem KFV und der örtlichen Polizei wurden Autofahrer direkt auf ihr Fahrverhalten aufmerksam gemacht. Eine tolle Aktion, die zeigt: Verkehrssicherheit beginnt mit Aufmerksamkeit – und Lernen funktioniert am besten, wenn man selbst mitmachen darf.

Jugendfahrrad-Reparaturworkshop

In diesem Rad-Schrauber-Workshop für zwei Schulklassen wurde die Fähigkeit vermittelt, eine gute Diagnose am eigenen Rad zu stellen und kleine Probleme selbst zu beheben. Gemeinsam mit einem Fahrrad-Mechaniker machten sich die Jugendlichen an einem Fahrrad auf die Suche nach Fehlern: Sicherheits-Check – Reifen, Bremsen, Lenker, Licht, Reflektoren, Luft aufpumpen, Kette ölen.

Aktionen zur Verkehrssicherheit und Schulweg

In vielen Orten fanden Aktionen zur Verkehrssicherheit statt, wie z.B. Geschwindigkeitsmessungen mit der Polizei, Verkehrserziehung, Verteilung von Warnwesten und Radfahrkurse für Volksschulkinder.

In vielen Schulen wurden außerdem klimafreundliche und autofreie Schulwege gesammelt – natürlich mit Aussicht auf Belohnung, wie z.B. in Seeham, St. Margarethen, Seekirchen, Unken, Michaelbeuern, Hollersbach, Thalgau, Radstadt und Saalfelden.

In der Volksschule St. Andrä gab es überhaupt die ganze Woche Programm mit Rad- und Wanderausflügen, Mobilitätsbingo, Verkehrserziehung, Besprechung und Mitgabe des KFV-AUVA-Schulwegplans und die „Süßes oder Saueres“-Aktion mit der Polizei.

Mit dem KinderBlickChecker im Schulzentrum Taxenbach den Straßenraum mit Kinderaugen sehen

Mit dem Periskop können Erwachsene den Straßenraum aus der Augenhöhe eines Kindes erleben und so unmittelbar nachvollziehen, wie eingeschränkt Kinder ihre Umgebung und den Verkehr wahrnehmen.

Parkende Fahrzeuge, Mauern, Hecken oder andere Hindernisse können aus Kinderperspektive die Sicht stark beeinträchtigen. Der KinderBlick Checker macht diese Unterschiede sichtbar und lud dazu ein, das Schulzentrum und den angrenzenden Straßenraum einmal bewusst aus Sicht von Kindern zu betrachten.

Ziel ist es, für mögliche Sichtbarrieren und Gefahrenstellen zu sensibilisieren und den Blick für einen sicheren, übersichtlichen und kindgerechten öffentlichen Raum zu schärfen.

Brigitte Drabeck vom Klimabündnis Salzburg präsentiert das Mobilitätsbingo bei der S-Bike-Station in der Strubergasse
Brigitte Drabeck vom Klimabündnis Salzburg präsentiert das Mobilitätsbingo bei der S-Bike-Station in der Strubergasse

Bikesharing in der Landeshauptstadt Bingo für das Salzburger S-Bike

LH-Stellvertreter und Verkehrslandesrat Stefan Schnöll sowie die Salzburger Stadtregierung präsentierten das Salzburger S-Bike und sammelten Bingo-Felder für Klima und Umwelt

„Mit dem S-Bike fahren“: Check. Bingo! Endlich es da, das Salzburger S-Bike und die Reihe im Mobilitätsbingo ist komplett. Das Salzburger S-Bike ergänzt das bestehende Mobilitätsangebot und bietet eine attraktive Möglichkeit, kurze und mittlere Strecken flexibel, bequem und emissionsfrei zurückzulegen.

Die Europäische Mobilitätswoche war der ideale Anlass, um das S-Bike einmal auszuprobieren und mitzuspielen beim Mobilitätsbingo. Mit dem Promocode kann das S-Bike kostenlos ausprobiert werden.

Bis Ende des Jahres wird das System schrittweise ausgebaut, bis letztlich an 65 Stationen im ganzen Stadtgebiet über 600 leistungsstarke E-Bikes ausgeliehen und wieder zurückgegeben werden können. Das S-Bike-System ist als klassisches Bikesharing für die erste und letzte Meile konzipiert und als Ergänzung zum öffentlichen Verkehr gedacht. Daher ist die erste halbe Stunde für Klimaticketbesitzer gratis. Der Start des Bikesharings war Mitte August mit rund 200 Rädern.

 

Autofreier Tag in Bischofshofen

Bischofshofen verwandelte die Begegnungszone in der Mobilitätswoche in Platz für Spaß, Bewegung und Begegnung!
Am Programm standen neben Fahrrad-Sicherheits-Check und Reparaturworkshop auch Blindenzelt und Rollstuhl-Parcours sowie Infos vom Roten Kreuz zur Ersten Hilfe. Auch Kinderpolizei und Polizeinspektion waren vor Ort.
Hüpfburg, Roller-Parcours, Spielstationen vom Jugendtreff Chillbase und das Puppentheater Sindri sorgten für Unterhaltung von Groß und Klein und der City-Bus fuhr den ganzen Tag gratis.
Organisiert wird der »Autofreie Tag« von der Stadtgemeinde Bischofshofen. Mitwirkende sind der ARBÖ, bike & s’Cheers, die Freiwillige Feuerwehr Bischofshofen, der Jugendtreff ChillBase, das Klimabündnis Salzburg, das Land Salzburg, die Polizeiinspektion Bischofshofen, der ÖGB sowie das Rote Kreuz.

Autofreier Tag im Kapruner OrtszentrumMit E-Graxn als Highlight

Beim Autofreien Tag gehörte das Kapruner Ortszentrum einen Tag lang den Menschen. Zu-Fuß-Gehen, Radfahren und neue Ideen für eine Mobilität der Zukunft standen im Fokus.

Highlight beim Fest war die offizielle Vorstellung der E-Graxn durch Bürgermeister Domenik David.

Dank der Unterstützung der KEM Pinzgau steht das E-Lastenfahrrad künftig in Kaprun und in Zell am See zur kostenlosen Ausleihe bereit – praktisch und jederzeit für alle zugänglich.

#MeterMachen in Koppl: Sicher unterwegs mit dem E-Bike und Lust auf den Donauradweg

Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche lud die Gemeinde Koppl zu einem Nachmittag rund ums Radfahren ein. Sechs Teilnehmerinnen nutzten die Gelegenheit, ihr E-Bike besser kennenzulernen und sich Anregungen für die nächste Radreise zu holen.

Zuerst ging es ans Kennenlernen des eigenen Rades: Welche Unterstützungsstufen gibt es, wie funktioniert das Display, worauf ist beim Akku zu achten? Beim Check vor der Fahrt wurden Reifendruck, Bremsen, Licht und Sattelhöhe kontrolliert. Danach wurde geübt. Das sichere Auf und Absteigen stand am Anfang, denn gerade beim Anfahren mit Motorunterstützung passieren viele Stürze. Beim Bremsen lernten die Teilnehmenden, beide Bremsen dosiert einzusetzen und den Bremsweg richtig einzuschätzen. Abschließend ging es auf unterschiedliche Untergründe wie Asphalt, Schotter und Wiese, um ein Gefühl für Grip, Gewicht und Balance zu bekommen. Viele waren überrascht, wie viel Sicherheit schon eine Stunde gezieltes Üben bringt.

Im Anschluss nahm Egon Leitner, Fahrradbeauftragter der Gemeinde Koppl, die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf den Donauradweg. Die rund 230 Kilometer von Linz nach Wien zählen zu den beliebtesten Radstrecken Europas: flach, gut beschildert und landschaftlich abwechslungsreich, vom Strudengau über die Wachau bis nach Tulln und Wien.

Motorfreier Tag rund um den Obertrumer See

Einen Vorgeschmack auf die Europäische Mobilitätswoche gab schon der Motorfreie Tag rund um den Obertrumer See Ende August, an dem sich die drei angegrenzenden Gemeinden Seeham, Obertrum und Mattsee beteiligten.

Die Straßen rund um den See waren für den Autoverkehr von 11 bis 18 Uhr komplett gesperrt und boten Platz  für Begegnung, Bewegung und bewusstes Erleben. Ob mit dem Fahrrad, dem E-Bike, zu Fuß oder mit dem Kinderwagen – beim motorfreien Tag rund um den Obertrumer See im Rahmen des Salzburger Bauernherbstes geht es um sanfte Mobilität, Entschleunigung und das gemeinsame Genießen der Natur. Ob in sportlichem Tempo oder genussvoll langsam.

Autofreier Tag in MaxglanFlaniermeile, S-Bike-Tests und Barrierefrei-Parcours

Die Maxglaner Hauptstraße in der Stadt Salzburger verwandelte sich in eine autofreie Flaniermeile – und in eine bunte Erlebniswelt für Groß und Klein. Der öffentliche Raum wurde mit Spielangeboten, Musik, Live Acts und Kulinarik bespielt.

Besonderes Highlight: Ralley barrierefrei

Ausgerüstet mit Dunkelbrille, Blindenstock oder Rollstuhl konnten Besucher:innen einen Parcours absolvieren und dabei alltägliche Wege aus einer anderen Perspektive erleben.

Einkaufsaktion „Alles radelbar in Saalfelden“mit Klimaticket Salzburg als Hauptpreis

Den ganzen September lud die Aktion „Alles radlbar“ dazu ein, kurze Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen und dabei die vielfältigen Geschäfte, Cafés und Gastronomiebetriebe im Zentrum von Saalfelden zu entdecken. Über 80 Betriebe beteiligten sich an der Aktion und machten es möglich, dass unter den Teilnehmenden des Gewinnspiels über 70 Preise verlost werden konnten.

Die Aktion verband dabei gleich mehrere Ziele: Sie sollte Lust aufs Alltagsradeln machen, die Vielfalt der Betriebe im Saalfeldner Zentrum sichtbar machen und zeigen, wie gut sich kurze Wege mit dem Fahrrad erledigen lassen. Mitmachen konnten alle Interessierten, entweder über die Österreich radelt App oder mit einem gedruckten Sammelpass.

 

Herzlichen Dank an 65 Teilnehmende salzburgweit

42 Gemeinden: Altenmarkt im Pongau, Anif, Anthering, Bergheim, Berndorf bei Salzburg, Bischofshofen, Bruck an der Großglocknerstraße, Bürmoos, Dorfbeuern, Ebenau, Eugendorf, Göming, Grödig, Großgmain, Henndorf am Wallersee, Kaprun, Köstendorf, Lamprechtshausen, Mattsee, Mauterndorf, Neumarkt am Wallersee, Nußdorf am Haunsberg, Oberndorf bei Salzburg, Obertrum am See, Rauris, Saalfelden am Steinernen Meer, Salzburg, Schleedorf, Seekirchen am Wallersee, Seeham, St. Andrä im Lungau, St. Georgen bei Salzburg, St. Johann im Pongau, Straßwalchen, Taxenbach, Thalgau, Unken Wals-Siezenheim, Weißbach bei Lofer, Werfenweng, Zell am See

19 Bildungseinrichtungen: MS Bürmoos, SMS Altenmarkt, VS Anif, VS Bad Hofgastein, VS Ebenau, VS Eugendorf, VS Hollersbach, VS Michaelbeuern, VS Nußdorf am Haunsberg, VS Saalfelden 2, VS Seeham, VS Seekirchen, VS St. Andrä im Lungau, VS St. Johann am Dom, VS St. Margarethen, VS St. Michael, VS Radstadt, VS Thalgau, VS Unken

7 Organisationen/Betriebe: Salzburger Verkehrsverbund, ÖBB, Alpenverein Salzburg, PLUS Region (Neumarkt), dm drogerie markt, Initiativkreis Maxglaner Wirtschaft, Österreichischer Alpenverein

4 Regionen: KEM Pinzgau Nationalparkregion, LEADER Region Flachgau Nord, LEADER Region Saalachtal, KEM Nachhaltiges Saalachtal, Regionalverband Salzburger Seenland

Österreichkarte mit gelbem Hintergrund

Österreichweit haben 626 Städte und Gemeinden an der Mobilitätswoche teilgenommen. Hol dir Inspiration von Aktionen aus ganz Österreich für die nächste EMW.