Ackern und Ernten wie die Profis

Landesrat Josef Schwaiger und Landsrätin Daniela Gutschi waren zu Besuch beim GABEL-Schulacker der Volksschule Thalgau

Dir. Sonja Winkler, Brigitte Drabeck (Klimabündnis), Landesrat Josef Schwaiger, Landesrätin Daniela Gutschi, Simone Rauter, Renate Reifenauer; Fotocredit: Land Salzburg Neumayr/Hofer

Das Jahr erleben wie ein Landwirt und selber Gemüse anbauen: Diese wertvolle Erfahrung können Kinder aus Salzburg, Oberösterreich und Bayern im eigenen Schulgarten machen. Auf den eigenen Schuläckern wird Gemüse gepflanzt, gepflegt und geerntet, und das unter biologisch nachhaltigen Bedingungen. Am 29. Juni 2021 waren Landesrat Josef Schwaiger und Landesrätin Daniela Gutschi bei der Arbeit auf den Gemüsebeeten mit Volksschulkindern in Thalgau dabei.

„Die Aktion schärft das Bewusstsein, wie wertvoll unser Boden ist und durch den nachhaltigen Anbau von Lebensmittel zu unserem Wohlstand beiträgt. Das kann gar nicht früh genug passieren. Dieses Bewusstsein sichert auch die zukünftige Wertschöpfung unserer Bäuerinnen und Bauern. Das Projekt ist daher in den Volksschulen, auch in den städtischen Bereichen, gut aufgehoben“, so Landesrat Josef Schwaiger. Und Landesrätin Daniela Gutschi betont: „Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei die Bewirtschaftung von Böden und erleben hautnah die Auswirkungen von Pflanzenwahl, Boden und Wetter auf den Ernteerfolg.“

Grenzüberschreitend Ackern

Thalgau ist eine von zehn Schulen aus Salzburg, Oberösterreich und Bayern, die an dem Projekt „GABEL“ teilnimmt. Mit dabei sind auch noch die Volksschulen Koppl und Elixhausen. „GABEL“ steht für Grenzenlos Ackern für nachhaltige Bildung, Ernährung und Landwirtschaft. Für die Schulen ist das Projekt kostenlos, es wird von der EU über das Interreg-Programm und vom Land Salzburg gefördert. Projektpartner sind auf bayerischer Seite der Verein Ackerdemia, die Klimabündnisse in Salzburg und Oberösterreich sowie Bio Austria.

Ökologischer Anbau

Dabei legen die Kinder und die Lehrkräfte einen Acker an und pflanzen bis zu 30 Gemüsearten. Der Acker befindet sich direkt auf dem Schulgelände oder auf angrenzenden freien Flächen. Sie erhalten Saat- und Pflanzgut sowie Unterstützung durch Fachliteratur und Fortbildungen. Der Anbau erfolgt nach ökologischen Gesichtspunkten. Ein besonderer Fokus wird auf Bodenschutz und regionale Sortenauswahl gelegt. Dazu gibt es eine weiterführende Ausbildung für besonders interessierte Schülerinnen und Schüler. Auch das Lehrpersonal kann sich laufend fortbilden.

Verständnis für den Lauf der Natur

„Die Kinder sind mit vollem Einsatz bei der Arbeit. Sie jäten Unkraut, ernten ihr Gemüse und werden zu wahren Expertinnen und Experten. Für das kommende Schuljahr ist sogar geplant, dass jede Klasse ein eigenes Beet bekommt und dafür verantwortlich ist“, freut sich Direktorin Sonja Winkler. Durch den Anbau und die Pflege des Gemüses sowie die selbständige Vermarktung der Ernte lernen die Kinder und Jugendlichen landwirtschaftliches Basiswissen, entwickeln ein Verständnis für gesunde Ernährung und erfahren, wie Naturzusammenhänge wirken.

Vom Ernten hat jeder etwas

Der Gemüseacker liefert Impulse für einen abwechslungsreichen Unterricht. Die Klassengemeinschaft macht sich auch Gedanken darüber, was von der Ernte selber verkocht wird, was verkauft und wie es vermarktet wird. Bei erfolgreichem Ertrag bleibt dabei sicher auch etwas zum mit nach Hause nehmen übrig.

Vielfältige Maßnahmen gegen den Bodenverbrauch

Die Aktion ist ein weiteres Mosaiksteinchen der Maßnahmen des Landes zur Eindämmung des Flächenverbrauchs. So trat Salzburg heuer dem Bodenbündnis bei, einem Zusammenschluss europäischer Gemeinden und Städte unter dem Dach des Vereins European Land and Soil Alliance (ELSA). Das Land führt in Zusammenarbeit der Landwirtschaftskammer Workshops zum Thema in Schulen durch und fördert zahlreiche Projekte finanziell. Schulen können sich kostenlos Lehrmaterialien und Roll-ups für den Unterricht ausleihen.

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