Asylwerber als Botschafter für ein besseres Klima

Klima- und Energie-Basisworkshop für AsylwerberInnen im Pongau

Wie spart man Energie oder wie wird richtig Müll getrennt? Fragen wie diese behandelten gestern (28. Juni) 24 Teilnehmende beim ersten Klima- und Energieworkshop für Asylwerbende aus dem Pongau in Bischofshofen.

Ziel dieser Weiterbildung ist es, Bewusstsein für Klimawandel, Energiesparen und generell für einen nachhaltigen Lebensstil zu schaffen. Dabei steht die „Hilfe zur Selbsthilfe“ im Fokus: Die Vortragenden Omar, Ibrahim und Edris sind selbst AsylwerberInnen bzw. geschulte Energiebotschafter aus Kärnten. Die Teilnehmenden des Workshops sollen wiederum das Gelernte anderen AsylwerberInnen vermitteln. Letztlich treten sie fortan als „Botschafter für ein besseres Klima“ auf – und zwar nicht nur für das Klima auf unserer Erde, sondern auch für das Klima zwischen ihnen und ihren Mitmenschen.

Die TeilnehmerInnen stammen größtenteils aus Afghanistan, Syrien oder dem Irak. In diesen Ländern herrscht ein wärmeres Klima und eine völlig andere Energieversorgung. „Vielen AsylwerberInnen sind deshalb die Kosten nicht klar, die bei uns in Österreich für Strom- und Wärmebedarf entstehen . Sie berichteten zum Beispiel, dass Müll in ihren Herkunftsländern gar nicht getrennt wird und einfach auf einer Deponie verbrannt werde. Im Workshop haben wir nun aufgezeigt, wie man richtig Müll trennt und dass der richtig sortierte Abfall wieder als wertvolle Ressource für neue Produkte verwendet werden kann,“ sagt Workshoporganisatorin Magdalena Perschl vom Klimabündnis Salzburg.

Im Rahmen des bundesweiten Projektes „Live Smart“ - das vom Bundesministerium für Inneres und vom Land Salzburg unterstützt wird - sollen nun im Jahr 2017 noch weitere Workshops wie in Bischofshofen stattfinden, sodass möglichst viele Botschafter für ein besseres Klima ihre Arbeit aufnehmen können.

„Ich freue mich über diese Initiative. Sie trägt nicht nur zum Schutz des Klimas bei, sondern hilft Asylwerberinnen und Asylwerbern sich besser zurechtzufinden und Probleme mit Nachbarn und Mitmenschen zu vermeiden“, so die für den Umweltschutz zuständige Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler.

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