Klimaschutzpreis für Seeham

Biodorf macht vor, wie es geht

Robert Rosenstatter, Herta Oitner, Bgm. Peter Altendorfer und Renate Schaffenberger (v. l.) sind zu Recht stolz auf den Klimaschutzpreis für das Biodorf Seeham. Bild: Fink

Anfang November wurde die Klimabündnis-Gemeinde Seeham beim Klimaschutzpreis von ORF und Umweltministerium in Wien als Sieger in der Kategorie "Gemeinden & Regionen" ausgezeichnet.

"Wir haben darauf gehofft, der Sieg war aber dann doch überraschend", sagt Bürgermeister Peter Altendorfer. "Das bringt einen weiteren Schub für die Entwicklung des Biodorfs und steigert auch unseren Bekanntheitsgrad."

Der Preis ist allerdings kein Zufall. Seeham ist nicht nur Klimabündnis-Gemeinde und die einzige Bodenbündnisgemeinde im Bundesland Salzburg, sie beschreitet auch schon seit mehr als zehn Jahren den Weg zum Biodorf. Von den rund 40 Bauern im Ort wirtschaften bereits jetzt 80 Prozent "bio". Dazu kommen ein Bio-Laden, eine Heumilchkäserei oder eine eigens produzierte Bio-Schokolade. Im Kindergarten kommt zur Jause nur Gesundes aus der eigenen Gemeinde auf den Tisch. Im Tourismus setzt man mit Biopensionen und Gastronomie, einem Bienenlehrpfad oder E-Bikes zum Ausleihen ganz auf die sanfte Schiene. Die Nahwärme versorgt die Gebäude mit Energie aus Hackschnitzeln.

Seeham ist Vorreiter und dient anderen Gemeinden als Vorbild! Angestrebt wird die Zertifizierung als erstes Biodorf Österreichs. "Das ist kein einfacher Prozess, weil es noch keine genauen Kriterien dafür gibt, aber wir sind in Kontakt mit ,Bio Austria'", so der stolze Ortschef.

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